Jahresrückblick von der Höh – Bischmisheim 2025

2025 war ein Jahr, in dem man beim Blick in die Nachrichten oft dachte: Ui, die Welt wird immer verrückter. Kriege, Krisen, Wahlkämpfe, Daueraufgeregtheit.
Von der Höh aus betrachtet wirkte manches davon weit weg – nicht egal, aber doch ein Stück entfernt. Denn hier in Bischmisheim galt wie so oft: Wenn draußen die große Politik tobt, halten wir drinnen erst mal ein Fest, eine Probe, eine Vorstandssitzung oder einen Frühschoppen ab. Und davon gab es 2025 reichlich. Sehr reichlich.


Januar – Zwischen Tannenbäumen, Musikgeschichte und sportlichem Aufschwung

Der Jahresstart war typisch Bischmisheim: anpacken statt abwarten.
Bei der Tannenbaumaktion der Jugendfeuerwehr wurde frühmorgens gesammelt, geschleppt und entsorgt – eine Aktion, die jedes Jahr zeigt, dass Nachwuchsarbeit hier nicht nur ein Wort ist.

Ein echtes Glanzlicht folgte am 18. Januar, als der Orchesterverein Bischmisheim mit seinem festlichen Auftaktkonzert offiziell in das Jubiläumsjahr „100 Jahre OVB“ startete. Das Konzert war weit mehr als nur Musik: Es war ein Streifzug durch ein Jahrhundert Vereinsgeschichte.
Vom humorvollen „Bummelpetrus“ über den Evergreen „Just a Gigolo“ bis hin zum mitreißenden 80er-Jahre-Medley zeigte sich die ganze Bandbreite des Orchesters. Es wurde gespielt, gesungen, gelacht – und anschließend bei einer stilvollen Geburtstagsparty weitergefeiert.
Ehrungen für langjährige Mitglieder, warme Worte von Schirmherr Maximilian Raber und viele Gespräche bis spät in den Abend machten deutlich: Der OVB lebt – und wie!

Eher leise, aber nicht weniger beeindruckend verlief die Mitgliederversammlung der Herzsportgruppe der BSG Schafbrücke-Bischmisheim. Wiedergewählter Vorstand, steigende Teilnehmerzahlen und ein wachsendes Gemeinschaftsgefühl zeigten, dass auch kleine Gruppen Großes leisten können – besonders, wenn Herz und Engagement zusammenkommen.

Februar & März – Wahlplakate, Konfetti und klare Haltung

Im Februar wurde beim Neujahrsempfang der CDU Bischmisheim das Ehrenamt in den Mittelpunkt gestellt – etwas später im Februar, aber nicht weniger wertschätzend. Gleichzeitig begannen die Straßen sich zu verändern: Wahlplakate tauchten auf, Diskussionen nahmen zu, die Bundestagswahl rückte näher.

Zum Glück brachte der Fasching Farbe ins Dorf.
Der Speckball in der Rehbockarena und der Kindermaskenball des OVB sorgten für ausgelassene Stimmung. Die Festhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, Kinderaugen leuchteten, die der Erwachsene beim Anblick der Theke 😉 auch! Tanzgruppen des Turnvereins, Spiele, Musik, Kostümprämierungen: ein echtes Dorf – und Faschingsfhighlight.

Ein fester Bestandteil des Jahres blieb auch 2025 der UN! Politische Aschermittwoch. Entstanden aus einer klaren Haltung heraus, zeigte er erneut, wie man gemeinsam ein Zeichen setzen kann.
Musikalische Beiträge vom OVB und dem Sängerchor, der gereimte Jahresrückblick von Rolf-Dieter Ganz, Mundartmärchen von Heike Altpeter und Tanz von „Enjoy“ – alles eingebettet in eine Atmosphäre, die Diskussion ermöglichte, ohne zu spalten. Dazu Hering, Buffet und viele Gespräche: Geselligkeit eben!

Frühjahr – Geschichte zum Anfassen und Märkte mit Herz

Im Frühjahr rückte die Geschichte Bischmisheims stärker in den Fokus. Die historischen Stelen mit alten Fotografien wurden grafisch überarbeitet und wetterfest erneuert. Sie laden nun noch besser dazu ein, innezuhalten, zu vergleichen und sich zu erinnern – ein gelungenes Zusammenspiel von Ehrenamt, Stadt und Kulturring.

Der Obst- und Gartenbauverein startete seinen Apfelsaftverkauf, und spätestens am 6. April war klar: Auf der Höh ist wieder richtig Leben.
Der Second-Hand-Markt lockte zahlreiche Besucher in die Festhalle – mit Baby- und Kinderkleidung, Spielsachen, Büchern und einem guten Zweck im Mittelpunkt.

Musikalisch setzte die Schinkelkirche erneut starke Akzente: Konzerte mit dem Ensemble Camire und Vocal’Avenue aus Sarreguemines füllten den Raum mit Klangfarben von Gospel bis Klassik und zeigten einmal mehr, dass die Kirche ein kulturelles Zentrum weit über das Dorf hinaus ist.

Mai – Gedenken, Gemeinschaft und große Musik

Der Mai war emotional, dicht und bedeutend.
Mit der Verlegung des Stolpersteins für Mathilde Tausend erhielt Bischmisheim einen sichtbaren Ort des Erinnerns. Die Geschichte der Euthanasieopfer rückte ins Bewusstsein – leise, würdevoll und nachhaltig.

Kurz darauf feierte der OVB mit dem Abend der Blasmusik sein zweites großes Jubiläumsevent. Hochkarätige Gastkapellen, volle Festhalle, beste Stimmung – Blasmusik in all ihren Facetten.
Nur eine Woche später lud der Sängerchor Bischmisheim zum Frühlingskonzert: Klassik traf Pop, freier Eintritt traf volle Reihen, und am Ende blieb man gerne noch auf ein Getränk zusammen.

Sommer – Das Dorf lebt draußen

Der Sommer war ein einziges großes Gemeinschaftsprojekt.
Sommerfest im SeniorenheimNacht der KirchenKinderspiele im KirchgartenDorfturnier des FV 09KelterhausfestSenseedengelfestSportfest der Schiedsrichtergruppe Obere Saar – die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen.

Besonders eindrucksvoll waren auch die kulturellen Abende in der Schinkelkirche, etwa „Raunen“ mit Wollie Kaiser und Thomas Altpeter: Musik, Literatur und Dorfmysterium in perfekter Symbiose.

Herbst – Kunst, Geschichte und offene Türen

Der Herbst zeigte sich offen und vielfältig.
Offene Chorproben, die Kunstausstellung „Porträts“, der Seniorennachmittag des Bezirks Halberg, Konzerte der Saarbrücker Sommermusik und die gut besuchte Kirchenführung mit Delf Slotta machten deutlich: Bildung, Kultur und Begegnung gehören hier selbstverständlich zusammen.

Besonders erfreulich war die Wiederbelebung des Geschichtsstammtischs. Alte Themen, neue Gesichter, großes Interesse – ein starkes Zeichen dafür, dass Dorfgeschichte lebt und weitergegeben wird.

Den festlichen Schlusspunkt setzte der OVB mit seiner großen Jubiläumsgala. Die Rückkehr der legendären Mitternachtsshow sorgte für Nostalgie, Lachen und stehenden Applaus – ein würdiger Abschluss eines außergewöhnlichen Jubiläumsjahres.

Advent – So oft hann mir uns noch nie geseehn!

Der Lebendige Adventskalender wurde zum emotionalen Höhepunkt des Jahres.
24 Abende, 24 Türchen, überall Lichter, Geschichten, Musik, Punsch – und Begegnungen.
Oder, wie es jemand treffend sagte:
„So oft hann mir uns im Dezember noch nie geseehn.“

Der Weihnachtsmarkt rund um die Schinkelkirche trotzte dem Regen mit guter Laune, vielfältigem Essen, Musik und neuen Glühweintassen (die nächstes Jahr bitte wieder vollständig zurückkommen dürfen).

Fazit von der Höh

2025 war kein ruhiges Jahres.
Win Jahr: Voll mit Engagement, Begegnungen, Ehrenamt, Musik, Geschichte und Herzblut. Während die Welt oft laut und unruhig war, zeigte Bischmisheim, was Gemeinschaft leisten kann

Der Kulturring sagt Danke –
und blickt voller Vorfreude auf 2026:
auf Bewährtes, Neues und auf die Rückkehr des Dorffestes
„Schinkels Sommer auf der Höh’“.

Einen guten Rutsch –
euer Kulturring Bischmisheim 🍀

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