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20.09.22 - Vortrag von Prof. Joachim Conrad am 04.10.2022 um 17.00 Uhr in der Schinkelkirche

Vortrag von Prof. Joachim Conrad am 04.10.2022 um 17.00 Uhr in der Schinkelkirche

Vom Glauben zum Baudenkmal - Kunsthistorische Betrachtungen zum Saarländischen Jakobsweg

Vortrag von Prof. Joachim Conrad - Die Stiftung Schinkelkirche Bischmisheim und die Evangelische Akademie im Saarland laden ein!


In Bischmisheim hat sich 2009 die Stiftung Schinkelkirche Bischmisheim konstituiert. Wesentlicher Stiftungszweck ist der Erhalt des berühmten, 1822-1824 von Karl Friedrich Schinkel errichteten evangelischen Gotteshauses, das mit seiner oktogonalen Form aus dem Rahmen der Kirchen in der näheren und weiteren Umgebung fällt und als ein Meisterwerk des Klassizismus und als „der“ Idealbau einer evangelischen Dorfkirche gilt.
Am Dienstag, den 04. Oktober, lädt die Stiftung Schinkelkirche Bischmisheim in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie im Saarland um 17.00 Uhr nach Bischmisheim in die Schinkelkirche zu einer besonderen Vortragsveranstaltung ein. Unter dem Titel „Vom Glauben zum Baudenkmal - Kunsthistorische Betrachtungen zum Saarländischen Jakobsweg“ wird Prof. Dr. Joachim Conrad, Pfarrer der Kirchengemeinde Kölln, der zudem Kirchengeschichte an der Universität des Saarlandes unterrichtet, zum Thema referieren. Die Menschen finden in unserer Zeit wieder Ruhe und eine Vergewisserung des Glaubens, wenn sie auf den alten Jakobspfaden wandern. Es gibt Hinweise, dass durch unsere Region Wege zu den Hauptrouten nach Santiago führten. Der Vortrag nimmt die Klöster auf diesen Wegen in unserer Region in den Blick, die für die Pilger Stationen gewesen sein müssen – Hornbach, Wörschweiler, Böckweiler, Gräfinthal und St. Arnual – und stellt ihre Geschichte vor.
„Die Stiftung Schinkelkirche freut sich darauf, möglichst viele Besucherinnen und Besucher am 04. Oktober in Bischmisheim zu dieser spannenden Vortragsveranstaltung begrüßen zu dürfen“, so Delf Slotta, Ratsvorsitzender der Stiftung Schinkelkirche. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Spende zur Förderung der Stiftungsarbeit wird erbeten. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Infos zur Schinkelkirche Bischmisheim:

„Keine Maskerade - das Nothwendige der Construction schön gestalten“, so formulierte Karl Friedrich Schinkel den Grundsatz seiner Baukunst. Schinkel, geboren am 13. März 1781 in Neuruppin und gestorben am 09. Oktober 1841 in Berlin, war Architekt in preußischen Diensten und stieg bis zum Baumeister des preußischen Königs auf. Seiner von ihm entworfenen und 1822-1824 erbauten Kirche in Bischmisheim hat er eine spektakuläre Achteckform mit einer umlaufenden Empore im Innern gegeben. Altar, Kanzel und Orgel bilden eine Achse, um die sich die Gemeinde in dichter, aber keineswegs enger Form versammelt. Die Symmetrie der Achteckform, die gefälligen Proportionen der Außenmauern, die leuchtende Tageshelle im Innern verleihen der Kirche eine malerische und doch unaufdringliche Schönheit, eine wohltuende „stille Größe“. Noch heute verkörpert die Kirche die Vorstellungen, welche der größte preußische Baumeister des 19. Jahrhunderts von einer evangelischen Dorfkirche hatte.