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09.03.20 - Auch UPA Nr. 4 ein voller Erfolg

Auch UPA Nr. 4 ein voller Erfolg

Die Bischmisheimer Vereine zeigten unter Leitung des Kulturring-Vorstandes wieder einmal, dass an Aschermittwoch noch nicht alles vorbei sein muss. Seit es die Veranstaltung eines „Un!politischen Aschermittwochs“ von der Dorfgemeinschaft für die Dorfgemeinschaft in der Festhalle gibt, also seit 1917, ist frühestens einen Tag später alles vorbei, was noch an die Faasend erinnert.

Orchesterverein Bischmisheim: Tschüss Faasenacht

Die Referenz vor der fünften, der närrischen Jahreszeit erwies im voll besetzten Saal zunächst der Orchesterverein, der mit Karnevalsmusik auf einen bunten und unterhaltenden Abend einstimmte: Mit „Paloma Blanca“, „Polonäse Blankenese“ und dem unverwüstlichen „Narhalla Marsch“ spielten die Musikerinnen und Musiker unter Leitung von Michael Schmidt für die Session 2019/20 sozusagen ein letztes Humba-Tätarä. Im Stile eines Büttenredners übernahm dann wie gewohnt der Vorsitzende Rolf-Dieter Ganz die Führung durch das zweistündige, äußerst abwechslungsreiche Programm. In seinem gereimten Doppel aus Begrüßung und Jahresrückblick erinnerte er an die Entstehung: „Zwanzig-Sechzehn tagte hier nämlich die NPD / zu niemandens Wohl aber uns allen zum Weh / zur Abwehr hab’n die Vereine hier oben / den UPA aus der Taufe gehoben…“  In seinen Vortrag schloss er die Begrüßung unseres Bezirksbürgermeisters Daniel Bollig, „des großen Freundes von Bischmisheim“ und vieler Abwesender ein, die in Wort und Tat in der letzten Zeit auf sich aufmerksam gemacht hatten. Und dies nicht immer nur zur Freude der Einheimischen. Auf besondere Ereignisse des letzten Jahres zurückblickend - so die gelungene Premiere von „Musik und Wein“ im Kirchgarten - dankte er den Vereinen und ihren jeweiligen Gästen für ihr Engagement und ganz besonders allen Spendern, die diesmal zugunsten des kleinen Lukas Diehl ihren Geldbeutel geöffnet hatten.

„Sixteens“ überraschten mit einem „Piratentanz“

Schon bei seinen letzten Worten kam Bewegung in den Saal: Die Tanzgruppe des Turnvereins Bischmisheim, allseits bekannt und beliebt als „Sixteens“, setzten zur Eroberung der Herzen der Gäste an. Ihren überaus originellen und mit viel Beifall bedachten „Piratentanz“ - einstudiert von Sandra Hippchen - kommentierte Ganz inzwischen in der Rolle des Moderators mit dem laut Gerhard Bungert höchsten saarländischen Lob: „Das war mol ebbes anneres.“

Nach den jungen Tänzerinnen standen zwei ganz junge erfolgreiche Motorsportler vom VDM-Nachwuchs im Blickpunkt: Silas Margardt (8 Jahre) und Antony Hartz (13). Auf ihre Erfolge im Kart-Slalom - Saarland-, Südwestdeutsche und Deutsche Meisterschaften - können die Jungs, ihr Trainer Mike Margardt und Vorsitzender Jürgen Destruelle zurecht stolz sein. Im Gespräch mit dem Moderator erfuhren die Gäste z.B., dass Silas bereits im zarten Alter von zwei Jahren mit dem Motorsport begonnen hat! Leider hatte der Dritte im Bunde, der 16jährige Yannik Büchner krankheitsbedingt absagen müssen.
Das galt ebenso für die Nachwuchshoffnung des 1. BadmintonClubs Saarbrücken-Bischmisheim, Ann-Kathrin Hippchen, die gerne über ihre ersten Erfolge bei den Aktiven des Abonnements-Mannschaftsmeisters berichtet hätte. Wiedervorlage 2021?

Sängerchor von Schubert bis Elvis

Die musikalische Fortsetzung übernahm der gemischte Sängerchor unter Leitung von Chormusikdirektor und Träger der Bundesverdienstmedaille Walter Niederländer. Wie beim Orchesterverein hatte auch der Chor einige krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen, was der Klangfülle keinen Abbruch tat. Die Präsentation der Sangeskunst begann gefühlvoll mit Schuberts „Im Abendrot“; dann ging’s musikalisch ins 20. Jahrhundert mit dem Abba-Titel „I have a dream“, Katja Ebsteins „Theater, Theater“ sowie den Oldies „Sing, sing, sing“, das Louis Prima populär gemacht hat, „Can’t help falling in love“, einem der Erfolgstitel von Elvis Presley - und zufällig der Lieblingssong des Moderators.

Nachdem Norbert Seiler, der über seine 41 Jahre im Posaunenchor der Ev. Kirche erzählen sollte, leider krankheitsbedingt abgesagt hatte, vertrat „Dart-Oma“ Hilde Petri die überaus aktiven Bischmisser Oldies beim diesjährigen bunten Dorfabend. Eine spät berufene im immer populärer werdenden Dart-Sport, freundete sich die heute 81jährige doch erst im Alter von 48 Jahren mit dem Pfeile-auf-eine-Scheibe-werfen an. Jetzt ist sie immer noch aktiv und für manchen Junior noch eine kaum überwindbare Hürde. „Ein idealer Sport fürs Alter“, ließ sie uns wissen. Und strahlte dabei übers ganze Gesicht.

Abräumer „Höhenkoller“

Danach wurde es wieder musikalisch - mit der Vorjahrsentdeckung und Neugründung, der Band „Höhenkoller“. Kerstin Lorenz (Tuba), Micky Meyer (Schlagwerke), Frank Schley (Gitarre und Initiator des Quartetts) sowie Pfarrer Karsten Siegel (Gesang und Trompete). Ihre Evergreens kamen an, zwei Zugaben erklatschte sich das Publikum. Ob deutsche Schlager („Anita“ oder „Aber bitte mit Sahne“) oder internationale Hits („Don’t worry be happy“ und „Can’t buy me love“) - man merkte den Vieren den Spaß an ihrem Vortrag förmlich an. Und das übertrug sich auf den Saal, der nicht mit Beifall geizte.

Letzter Gesprächspartner des Moderators war der 2. Vorsitzende des OGV, Olaf Quack, der über die Umbaupläne des Kelterhauses in der Hochstraße berichtete. Denn dahin soll die Brennerei aus der Kreuzstraße verlagert werden, was eine Erweiterung des Gebäudes zur Folge haben wird. Während letzte Genehmigungen noch ausstehen, registrierten OGV und Kulturring bereits die ersten Spenden für die aufwendige Umbaumaßnahme. Noch im Verlaufe des Abends nahm der engagierte Funktionär weitere Spenden entgegen.

„enjoy“ mit toller „Maskerade“

Wie 2019 schenkten die Tänzerinnen der Karnevalsgesellschaft „Die Nassauer“ ihrer „neuen Heimat Bischmisheim“ zum Abschluss des Programms ihren diesjährigen Auftritt, der am 14. Februar im Rahmen der Prunksitzung Premiere hatte. „Masquerade - Enthülle die Wahrheit“ nennt „enjoy“ die Darbietung, bei der die sieben jungen Damen unter Leitung ihrer Trainerin Ann-Kathrin Bur in verschiedene, super schöne Kostüme (Helga Nießen) schlüpften und so für ein besonders buntes Bild auf der Bühne der Festhalle und für viele Ahs und Ohs im Saal sorgten. Ein echter Höhepunkt. Mit dem Versprechen „Auf Wiedersehen 2021“.

Rehböcke, Elche - und Heringe…

Auf eine inzwischen bei den Empfängern lieb gewordene Tradition hatten die Veranstalter auch 2020 nicht verzichtet: die Übergabe der Rehböcke an Dirigenten, Trainerinnen, Musiker und Gesprächspartner als originelles Dankeschön. Moderator Ganz hatte schon bei der ersten Verleihung des „Bischmisheimer Oscars“ darauf hingewiesen, dass die Preise diesmal anders aussehen: „Unsere Oscars sehn diesmal eher aus wie Elche / Merke: Rehböcke sind eben nicht immer welche.“

Danach strömten die Gäste an das von Rolf Hippchen und seinem Helferteam inzwischen aufgebaute Buffet, bei dem Heringe nicht fehlen durften. Blieb Moderator Ganz nur der Dank an alle, die von der Vorbereitung über den Auf- und Abbau zum Gelingen des 4. UPA beigetragen hatten: An Heike, Corinna, Hanne, Fritz, Rieke, Myriam, Kai, Rolf, Jürgen, Hans, Kevin, Ute, Christel, Marie-Louise, Elke, Frank und Rolf-Dieter. Eine erste Bilanz der Spendeneinnahmen war ebenfalls erfreulich. Also auch danke an alle Besucherinnen und Besucher.

rdg.