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03.09.19 - Trotz kleinerem Angebot viel Kirmes-Betrieb auf dem Turnplatz

Trotz kleinerem Angebot viel Kirmes-Betrieb auf dem Turnplatz

Stell Dir vor, in Bischmisheim ist Kirmes und keiner geht hin! Mit dieser Abwandlung eines bekannten Zitates liegt man als Beobachter der diesjährigen Kirmes in unserem Dorf weitgehend richtig. Leider. Denn entgegen der Ankündigung gab es kaum Attraktionen auf dem Fest- und Turnplatz. Nur ein Kinderkarussell und einige Animierbuden, Hugos Wurschdbud, ein Eisstand - das wars schon. Ja, klar noch der Bierwagen mit dem Service des Turnerheims. Diesmal fehlt insbesondere für unsere Jugend und ewig jung gebliebene Bischmisser der Autoscooter. Wie das? Haben die Leute sich und uns vom Kulturring gefragt. Da die Dachorganisation der Bischmisheimer Vereine mit der Durchführung der Kirmestage jeweils Anfang September nichts zu tun hat, haben auch wir nachfragen müssen. Als wir das am Freitagnachmittag, 30. August taten, war es zu spät für eventuelle Nachbesserungen. Dies bestätigte uns im Saarbrücker Rathaus Bürgerreferent Sascha Kaster, der sich ebenfalls erst schlau machen musste. Demnach erfolgte die Absage des Autoscooter erst am Mittwoch, 28. August - zu spät um bis zum Wochenende noch Ersatz beschaffen zu können. Die Firma Hadzis, übrigens wohnhaft Bischmisheim, hat ihren einzig verbliebenen Autoscooter - wie zu erfahren war - aus Kostengründen lieber nach Sulzbach vergeben. Dass man in diesen schwierigen Zeiten bevorzugt dahin geht, wo die Kosten (Platzmiete) möglicherweise geringer und der Umsatz größer zu erwarten ist, dafür sollten wir Verständnis haben. Das Fehlen dieser Attraktion - sowie weiterer Karussells für unsere kleinen Mitbürger - hatte insbesondere nachmittags Auswirkungen auf die Besucherzahlen.

Wer andererseits in den Abendstunden - z.B. am Montag - auf den Turnplatz kam, war sofort angenehm überrascht. Mangelnde Attraktionen und dennoch großer Andrang. Alle Stühle, Bänke, Rund- und Kreuztische besetzt, rund um den Getränkewagen und vor dem Schwindt’schen Grillwagen jede Menge Betrieb. Und das bis weit in den Abend hinein. Bischmisser feiern gern. Und ließen sich deshalb ihren Kirmesspass nicht nehmen. Was wäre erst los gewesen, wenn der Autoscooter und weitere attraktive Kirmesstände im Angebot gewesen wären? Der Umsatz an der Wurschdbud und vom Turnerheim ließ offensichtlich nichts zu wünschen übrig. Erst nach 22.00 Uhr lichteten sich die Reihen. Was früher um den Bierstand vor Matze los war, gilt heute für den Festplatz und dem entsprechenden Ausschank des Turnerheims. Auch ohne Autoscooter, über dessen Fehlen - wie zu hören war - im Facebook mächtig gelästert wurde. Als einer der Gäste am Montagabend kann ich nur feststellen: So leicht lassen sich die Bischmisser nicht unterkriegen. Dann feiern sie eben sich in munterer Runde.

[rdg]