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08.12.21 - Trotz Schmuddelwetter erfolgreicher Adventszauber beim FV 09

Erst am zweiten Tag der Adventszauber-Premiere des FV 09 Bischmisheim in der Rehbock-Arena am Wochenende 4. und 5. Dezember hatte Petrus ein Einsehen mit den Veranstaltern und ließ im Gegensatz zum weitgehend verregneten Samstag die Schleusen zu. Besonders die Vereinsjubilare, die für langjährige Treue zum FV 09 geehrt wurden, mussten im Regen ausharren, hatte doch Corona die Verlegung der Ehrung aus dem Clubheim auf den Platz erzwungen. Als Daniel Hahn die Zeremonie im Beisein des 1. und des 2. Vorsitzenden, Gisbert Schmeer und Alexander Brosius, eröffnete, war es noch trocken. Bei der Verlängerung der Feier in Form der spannenden Unterhaltung von Hahn mit dem 90jährigen Rudi Wagner, der für sage und schreibe 75 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt wurde, setzte   Dauerregen ein. Dabei hatte der Uralt-Jubilar so viel zu erzählen, zumal er 80 Jahre alte Fußballschuhe - noch mit Nägeln und Stahlkappen - als Beleg für seine frühen Fußballjahre mitgebracht hatte und dazu vom Moderator befragt worden war. Nicht allein die alten Schuhe weckten Begeisterung und Interesse, fast mehr noch die Zeitung, die in die Schuhe gestopft worden war. Beim Auseinanderfalten und näheren Hinsehen entpuppte sich das Papier als die Titelseite der „Saarbrücker Stadtzeitung“ vom 17. Januar 1941! Was für ein Dokument.

Photo Fussballschuhe I
Photo Fussballschuhe II

Und Rudi Wagner war auch deshalb der absolute Star unter den Jubilaren: Jürgen Lau, Klaus Schulz, Hartmut Sorg, Horst Peter Bruch, Christian Funk, Benedict Frantz, Daniel Diener, Christoph Schwindt, Fritz Strassner…

Doch zurück zum eigentlichen Anlass des Treffens in der Rehbock-Arena, dem Adventszauber beim FV 09, der an Stelle des Corona bedingt abgesagten Weihnachtsmarktes der Evangelischen Kirchengemeinde, des Kulturrings und seiner Vereine rund um die Schinkelkirche stattfand. Mit viel Arbeitseinsatz und mit großer Hingabe hatten die Nullneuner mit ihrem 1. Vorsitzenden Gisbert Schmeer das Gelände rund um das grüne Rechteck - die Spielfläche - in ein kleines Weihnachtsdorf mit vorweihnachtlich dekorierten Buden und zwei größeren Zelten verwandelt. Über 40 Helferinnen und Helfer mit Renate und Fritz Lagaly (Cheforganisator), Jutta Schmeer, Susanne und Hans Jürgen Schmitt und unterstützt vom Clubheim Service Team sowie Jörg Lagaly, der den Aufbau der Weihnachtshäuschen leitete, waren inkl. des Personals an den Ständen und des sog. „Rentnerteams“ im Einsatz. Auch weil das Clubheim tabu war, herrschte zwischen Eckfahne und Mittellinie trotz der ständigen Regenschauern ein munteres Treiben. Das am Sonntagnachmittag noch einmal gesteigert wurde, so dass bei trockenem Wetter im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet werden musste. Besonders lecker wieder Jörgs Kürbiscremesuppe.

Schon am Eingang wurde den Besucherinnen und Besuchern deutlich gemacht, dass es für Ungeimpfte keinen Freifahrtschein auf den Adventsmarkt geben würde. Die Vereinsmitglieder Yvonne und Lothar Tausend - dank vieler Veranstaltungen in der Kontrolle von Zutrittswilligen erprobt - kontrollierten die Luca-App oder die Testergebnisse, notierten im Zweifel die Privatanschrift und sorgten dann mit einem orangenen Bändchen für eine einfachere Identifizierung der Gäste. Maskenpflicht bis zum Kern des Geschehens. Und dann erwarteten gut gelaunte Nullneuner die Gäste an den Häuschen oder in den Zelten. An beiden Tagen zählten die Verantwortlichen annähernd 500 Besucher - ein wahrlich stolzes Ergebnis. Zu dem sonntags auch der Nikolaus beitrug, der viele „Rehkitze“ angelockt hatte. Ausfallen musste das Adventssingen - Corona bedingt. Dicht gedrängt aus voller Brust singen, das war Gisbert Schmeer & Co denn doch zuviel Risiko. „Wir wollten das auf dem Platz veranstalten, hätten aber die Menge nie mit der notwendigen Distanz auftreten lassen können - weder auf dem Spielfeld noch zwischen den Ständen. Schade, aber safety first“, so der Vorsitzende. Aber auch so kann man den Machern gratulieren.

rdg.