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13.11.18 - Empörung über das geplante Aus für die Volksbank

Empörung über das geplante Aus für die Volksbank

Die Vereinigte Volksbank schließt zum Jahresende ihre Filiale in Bischmisheim! Diese überraschende Information verbreitete sich seit letzten Donnerstag (8. November) wie ein Lauffeuer in unserem Dorf. Als der Vorsitzende des Kulturrings davon am Nachmittag erfuhr, hat er nach Rücksprache und in Abstimmung mit dem Vorstand schon 24 Stunden später ein Protestschreiben an den Vorstandsvorsitzenden Mathias Beers geschickt, in dem er sein Unverständnis über die überstürzte Schließung und das Total-Aus zum Ausdruck gebracht hat. Denn künftig soll nicht einmal mehr ein Geldautomat in Bischmisheim zur Verfügung stehen und den hiesigen Kunden ihre Bankgeschäfte ermöglichen. Das Ende der Zweigstelle würde eine weitere Verarmung des Ortskerns bedeuten, nachdem schon seit Jahren das alte Raiffeisengebäude - von der kostenlosen Unterkunft des OGV und der Kelter abgesehen - leer steht und ein Erfolg versprechendes Wiederbelebungskonzept nicht gefunden wurde sowie seit Mai 2017 die Apotheke geschlossen ist. Im Schreiben des Kulturrings heißt es u.a. „Statt Vollgas voraus bei der VVB“ (Pressemeldung vom 24.09.18) läutet die VVB das Totenglöcklein für die Zweigstelle.“

In seinem Antwortschreiben, dass Mathias Beers noch am Freitag angekündigt und am Montag an den Vorsitzenden geschickt hat, macht er betriebswirtschaftliche Gründe für die Schließung geltend: u.a. zu wenige Kunden für zwei bis drei Mitarbeiter, damit könne eine der kleinsten Filialen nicht kostendeckend arbeiten. Kein Wort zur holterdiepolter Total-Schließung und der bisher ausgebliebenen Information der Kunden; kein Wort über ein zumindest vorerst neues, eingeschränktes Öffnungskonzept (siehe Filiale der Sparkasse) oder das vorübergehende Angebot eines Geldautomaten oder den Versuch einer Kooperation mit der nur wenige Meter entfernten Sparkasse. Aber immerhin neben dem Hinweis auf die bisherige Unterstützung des Kulturrings und der Vereine hier ein „weiter so“. Was wir selbstverständlich dankend annehmen. Was aber den wachsenden Unmut in der Bevölkerung kaum lindert. Gerade für ältere Bürgerinnen und Bürger wäre die vollständige Aufgabe des Volksbanken-Platzes Bischmisheim eine weitere Erschwernis ihres Alltags. Und das von einer genossenschaftlichen Bank, die doch den Weg frei machen will, wie ihr Werbeslogan verspricht, aber nicht hält. Schon liegen Unterschriftenlisten bereit, in die sich die verärgerten Bischmisser eintragen.

Der vom Vorstand konsultierte Bezirksbürgermeister Daniel Bollig konnte uns leider wenig Hoffnung auf einen Verbleib der Filiale machen. Zumal auch in seiner Wohngemeinde Bübingen die Zweigstelle der Volksbank dicht gemacht wird. Dennoch hoffen wir auf ein Einlenken der Verantwortlichen. Und auf eine bessere Kommunikation. Auch über das, was im negativen Fall mit dem Gebäude geschehen soll. Schon ist zu hören, dass das Gebäude verkauft werden soll. Der Hinweis unseres Bezirksbürgermeister, dass die Bewohner unseres Dorfes mit den Füßen abstimmen, ob es mit den Geschäften, Wirtschaften etc. noch weiter geht, trifft jedoch nur teilweise zu. Die Gründe für den Niedergang und wachsenden Leerstand in Bischmisheim sind nämlich vielfältiger Natur. Solch vereinfachende Feststellungen greifen zu kurz und werden weder den Einwohnern noch den Geschäftsleuten gerecht.

Gerade hat der große Erfolg des wiederbelebten Laternenumzugs zu St. Martin gezeigt, dass die Gemeinschaft auf der Höh’ noch funktioniert. Auch damit, dass derzeit weiter gegen das Aus der Filiale protestiert wird. Mit der Hoffnung zumindest ein Teilerfolg zu erringen, dass Geldautomat aufgestellt wird. Das würde in die Jahreszeit als ein willkommenes vorweihnachtliches Geschenk an die Bischmisser passen…