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20.10.15 - Kunst im Kirchenraum - Künstlergruppe Schinkelkirche Bischmisheim zeigt Bilder zur „Reformation“

Kunst im Kirchenraum - Künstlergruppe Schinkelkirche Bischmisheim zeigt Bilder zur „Reformation“

Die berühmte Schinkelkirche in Bischmisheim wird Ausstellungsort:
Mit mehr als 20 großformatigen Werken präsentiert die Künstlergruppe Schinkelkirche Bischmisheim ihren bildnerischen Zugang zum Reformationsjubiläum 2017.

Die Vernissage ist am Samstag, 31. Oktober, dem Reformationstag, um 20 Uhr. Bis Sonntag, 15. November, sind in dem Oktogonalbau die Werke zum Thema „Reformation“ zu sehen. Die Ausstellung ist samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags nach den Gottesdiensten bis 18 Uhr geöffnet.

Den Impuls zur Schau gab das diesjährige EKD-Themenjahr „Reformation – Bild und Bibel“, das deutschlandweit viele Künstler anregte. Auch die Mitglieder der Künstlergruppe Schinkelkirche Bischmisheim, die unter dem Dach der Stiftung Schinkelkirche Bischmisheim tätig ist, setzen sich in ihren Bildern mit den historischen Ereignissen auseinander, mit dem Wirken der Reformatoren – allen voran Martin Luther - und mit der Frage nach der Rolle der Kunst in der damaligen Umbruchzeit. Darüber hinaus geht es in den Werken aber auch darum, wie der historische reformatorische Impuls 500 Jahre später weiterwirkt.


Es ist die zweite Ausstellung der Gruppe in dem berühmten Schinkelbau, in dem vor zwei Jahren bereits Arbeiten zum Thema Passion zu sehen waren. In diesem Jahr können dank der hochmodernen Lichtanlage der Schinkelkirche, die im vergangenen Herbst mit einem Festakt in Betrieb genommen wurde, die Bilder wirkungsvoll in Szene gesetzt werden.

Das nebenstehende Foto vermittelt einen Eindruck der effektvollen Lichtinstallation. (Foto: Stiftung Schinkelkirche Bischmisheim, Werner Johann).


Weitere Infos zur Schinkelkirche:
„Keine Maskerade - das Nothwendige der Construction schön gestalten“,  so formulierte Karl Friedrich Schinkel den Grundsatz seiner Baukunst. Schinkel, geboren am 13. März 1781 in Neuruppin und gestorben am 09. Oktober 1841 in Berlin, war Architekt in preußischen Diensten und stieg bis zum Baumeister des preußischen Königs auf. Seiner von ihm entworfenen und 1822-1824 erbauten Kirche in Bischmisheim hat er eine spektakuläre Achteckform mit einer umlaufenden Empore im Innern gegeben. Altar, Kanzel und Orgel bilden eine Achse, um die sich die Gemeinde in dichter, aber keineswegs enger Form versammelt. Die Symmetrie der Achteckform, die gefälligen Proportionen der Außenmauern, die leuchtende Tageshelle im Innern verleihen der Kirche eine malerische und doch unaufdringliche Schönheit, eine wohltuende „stille Größe“. Noch heute verkörpert die Kirche die Vorstellungen, welche der größte preußische Baumeister des 19. Jahrhunderts von einer evangelischen Dorfkirche hatte.